Die Playa de Verodal ist kein Ort für ein entspanntes Familienschwimmen, sondern ein monumentales Naturdenkmal. Am westlichsten Zipfel der Insel bricht sich der ungezähmte Atlantik an einem breiten Strand aus rotem Lavasand, der an die Oberfläche des Mars erinnert. Direkt dahinter ragen die mehrere hundert Meter hohen, senkrechten Klippen des Tyma-Massivs empor.
Ein optisches Meisterwerk der vulkanischen Natur
Die rote Färbung des Sandes entsteht durch den hohen Anteil an oxidiertem Basalt und Tuffgestein der umliegenden Vulkankegel. Da der Strand völlig ungeschützt vor den Passatwinden und der offenen Meeresströmung liegt, donnern hier fast täglich gigantische Walzen an den Strand. Auch wenn das Baden wegen der lebensgefährlichen Unterströmungen meist verboten ist, zieht die Bucht jeden Island- und Kanaren-Fan magisch an.
Aktivitäten & Highlights
Unwirkliche Strandspaziergänge
Barfuß durch den rostroten, warmen Sand zu laufen, während die Gischt des Meeres den feinen roten Staub in den Wind wirbelt, ist ein unvergessliches Erlebnis. Perfekt, um die Urgewalt El Hierros hautnah zu spüren.
Picknick am Ende der Welt
Oberhalb des Strandes wurden rustikale, windgeschützte Holzbänke und Tische aufgebaut. Hier kann man bei einem Wein den Blick über den roten Strand und das endlose Meer schweifen lassen – der ideale Stopp bei einer Inselrundfahrt.
Spektakuläre Landschaftsfotografie
Der extreme Farbkontrast zwischen dem tiefen Rot des Sandes, dem dunklen Grau der senkrecht aufragenden Klippen und dem weißen Schaum der Atlantikwellen bietet eines der dramatischsten und beliebtesten Fotomotive der gesamten Kanareninseln.
Lage & Anreise
Adresse: Playa del Verodal, Carretera del Verodal, 38912 Frontera, El Hierro
Besuchstipps
Idealer Zwischenstopp zum Faro de Orchilla
Verbinde den Besuch der Playa de Verodal unbedingt mit einer Tour zum geschichtsträchtigen Nullmeridian-Leuchtturm (Faro de Orchilla) und den ikonischen, windschiefen Wacholderbäumen (El Sabinar).
Lebensgefährliche Strömung – Badeverbot beachten
Unterschätze niemals die Brandung an diesem Küstenabschnitt. Die Unterströmungen ziehen selbst geübte Schwimmer gnadenlos aufs offen Meer hinaus. Bleibe bitte unbedingt an Land!
Häufige Fragen
Das Betreten des Wassers ist extrem gefährlich und oft per roter Flagge komplett untersagt. Maximal die Füße im seichten, auslaufenden Wasser zu erfrischen, ist bei absolut ruhigen Tagen machbar.
Ja, die Piste ist breit und flach gewalzt. Ein Allradantrieb ist nicht nötig, man sollte jedoch langsam fahren, um Steinschläge am Unterboden durch hochfliegende Steine zu vermeiden.
Nein, es gibt keine Sonnenschirme oder natürlichen Schattenplätze am Sandbereich. Nur die Picknickhütten oben am Parkplatz bieten ein schützendes Holzdach.
Die intensive rote Farbe verdankt der Strand stark eisenhaltigem, oxidiertem Vulkangestein und Tuffstein, das aus den umliegenden Kratern erodiert und hier angeschwemmt wurde.
Für Landschaftsansichten und Picknicks ja, aber absolut nicht zum Baden oder Spielen im Wasser. Aufgrund der extremen Brandung sollten Kinder niemals unbeaufsichtigt am Ufer herumlaufen.