Praktische Reisetipps für La Gomera: Alles zur Fähranreise ab Teneriffa, Mietwagen-Übernahme im Hafen, optimaler Wanderausrüstung und der traditionellen Pfeifsprache El Silbo.
La Gomera ist eine der wenigen Kanareninseln ohne direkten internationalen Flugverkehr. Die Anreise ist ein Teil des Entschleunigungsprozesses und erfolgt in der Regel per Flug nach Teneriffa-Süd und einer anschließenden, rund 50-minütigen Überfahrt mit den modernen Autofähren von Fred. Olsen oder Naviera Armas ab dem Hafen Los Cristianos. Die Fähren laufen im charmanten Hauptstadthafen San Sebastián de La Gomera ein. Es ist absolut ratsam, den Mietwagen bereits vorab zu reservieren und direkt am Hafen zu übernehmen. Das Straßennetz auf La Gomera wurde in den letzten Jahren umfassend modernisiert, besteht jedoch naturgemäß fast ausschließlich aus Kurven, die sich durch spektakuläre Täler bis hinauf in das zentrale Hochland schlängeln.
Das Klima teilt die Insel visuell in zwei Welten: Der Norden ist dank der feuchten Passatwinde eine grüne Oase mit dichten Farnen und Moosen im Nationalpark Garajonay, während der Süden und Westen rund um das Valle Gran Rey trocken, sonnensicher und deutlich wärmer sind. La Gomera ist ein exzellentes Ganzjahresziel für Wanderer und Ruhesuchende. Die stabilsten Reisemonate für ausgedehnte Trekkingtouren sind April bis Juni sowie September bis November. Ein faszinierendes kulturelles Detail, auf das Reisende im Alltag stoßen: Die weltweit einzigartige Pfeifsprache „El Silbo“, mit der sich die Hirten einst über tiefe Schluchten hinweg verständigten, wird heute wieder an den Schulen gelehrt und ist im Inselalltag lebendig.