Die Playa de Benijo ist kein Ort für einen klassischen Badetag mit Liegestuhl, sondern ein magisches Naturdenkmal. Am Ende der kurvigen Bergstraße durch das Anaga-Gebirge gelegen, bietet dieser unberührte Flecken Erde eine epische Kulisse, die besonders bei Individualreisenden und Fotografen Kultstatus genießt.
Ein Strand, der sich mit den Gezeiten wandelt
Ein Besuch in Benijo will sorgfältig geplant sein, denn der feine, schwarze Sandstrand zeigt sich nur bei Ebbe (Niedrigwasser). Bei Flut peitschen die Wellen des Atlantiks oft bis direkt an die Felswand, sodass die Sandfläche vollständig überspült wird.
Es gibt keinerlei touristische Infrastruktur am Strand selbst – keine Liegen, keine Duschen, keine Rettungsschwimmer. Genau das macht jedoch den rauen, wilden Charme dieses Kraftortes aus. Oberhalb der Klippen an der Straße gibt es einige urige, lokale Guachinchen (kanarische Lokale), die exzellenten, fangfrischen Fisch servieren.
Strenges Badeverbot bei Wellengang
Benijo ist berüchtigt für extrem starke, unsichtbare Sogwirkungen. Da keinerlei Brandungsschutz oder Rettungsschwimmer vorhanden sind, sollte man hier maximal mit den Füßen ins Wasser gehen. Der Strand ist zum Schauen, Genießen und Fotografieren da.
Aktivitäten & Highlights
Langzeitbelichtung & Fotografie
Benijo zählt zu den bekanntesten Fotospots der Kanaren. Wenn sich das Wasser der zurückweichenden Wellen hauchdünn auf dem schwarzen Sand ausbreitet, entsteht ein gigantischer Spiegeleffekt. Mit Graufiltern lassen sich hier epische Langzeitbelichtungen der Brandung kreieren.
Abgelegenes Wildnis-Erlebnis
Da der Strand nur über eine lange Treppe erreichbar ist und weit weg von den Urlaubszentren liegt, erlebt man hier eine raue Isolation. Es ist einer der wenigen Orte auf Teneriffa, an denen man die ungebremste Urgewalt des Atlantiks hautnah spüren kann.
Wandern im Anaga-Gebirge
Der Strand lässt sich perfekt mit einer Bergwanderung verbinden. Ein bekannter Rundwanderweg führt von Benijo hinauf in das Höhlendorf Chinamada oder nach Taganana und bietet epische Tiefblicke auf die Nordküste.
Lage & Anreise
Adresse: Playa de Benijo, 38129 Taganana, Teneriffa
Besuchstipps
Der beste Sonnenuntergang der Insel
Plane deinen Besuch so, dass der Tiefpunkt der Gezeiten (Ebbe) mit dem Sonnenuntergang zusammenfällt. Wenn der nasse, schwarze Sand wie ein Spiegel wirkt und die Sonne hinter den markanten Felsnadeln im Meer versinkt, erlebst du hier den schönsten Abend deines Urlaubs.
Gezeitenkalender prüfen
Komm niemals ohne Blick auf die Gezeitentabelle nach Benijo. Bei Flut ist der Strand schlichtweg nicht existent, da die Wellen bis an die Felsen schlagen. Optimal ist es, 2 Stunden vor dem Tiefstand der Ebbe anzukommen.
Taschenlampe einpacken
Wer den Sonnenuntergang unten am Strand fotografiert, muss im Anschluss im Dunkeln die unbeleuchtete Steiltreppe mit über 100 Stufen wieder hinaufsteigen. Eine Smartphone-Leuchte oder Stirnlampe ist extrem hilfreich.
Häufige Fragen
Vom Straßenrand bei den Restaurants führt ein längerer, hölzerner Treppenweg mit über 100 Stufen die Steilküste hinab. Der Aufstieg am Abend erfordert etwas Kondition.
Direkt am Strand nicht. Am oberen Ende der Treppe an der Straße liegen jedoch das Restaurant El Mirador sowie die 'El Frontón' Bude, beide bekannt für guten Fisch und kanarische Runzelkartoffeln.
Ja, zwingend. Prüfe vorab online den Gezeitenkalender für Teneriffa. Bei Flut (Hochwasser) ist der Strand fast komplett verschwunden.
Ja. Da der Strand sehr abgelegen und naturbelassen ist, wird FKK (Nacktbaden) hier von den Besuchern seit Jahrzehnten vollkommen toleriert und praktiziert.
Große Hotels gibt es hier nicht. Im nahegelegenen Dorf Taganana oder Almáciga gibt es jedoch einige traditionelle Ferienhäuser und private Apartments (Airbnbs) für Individualreisende.