Die Playa Bajo el Risco ist das exakte Gegenteil der klassischen Tourismus-Strände. Hier triffst du selbst in der absoluten Hauptsaison oft auf keine Menschenseele. Der Strand liegt direkt unterhalb des berühmten Aussichtspunkts Mirador del Río und bietet ein einmaliges Panorama auf die schmale Meerenge "El Río" und die wunderschöne Nachbarinsel La Graciosa.
Nur zu Fuß oder per Boot erreichbar
Da keinerlei befestigte Straße zu diesem Strand führt, ist der Besuch ein echtes Privileg. Es gibt hier keinerlei Service, keine Gebäude und keinen künstlichen Schatten. Dafür erlebst du hier die ungefilterte, grandiose Natur der Vulkaninsel: Heller Sand vermischt mit dunklen Lavasteinen, umrahmt von der gewaltigen, fast 600 Meter senkrecht aufragenden Steilwand des Risco de Famara.
Anspruchsvoller Abstieg
Der einzige Landweg führt über den historischen Pfad "Camino del Risco". Der Abstieg dauert etwa 45 bis 60 Minuten und erfordert absolute Trittsicherheit, feste Wanderschuhe und Schwindelfreiheit. Der Wiederaufstieg in der Sonne ist extrem schweißtreibend.
Aktivitäten & Highlights
Einsamkeit und absolute Stille
Das größte Highlight dieses Strandes ist die Abwesenheit jeglicher Zivilisation. Das sanfte Rauschen des Meeres und der Ausblick auf das unbewohnte Naturreservat Chinijo-Archipel bieten eine meditative Ruhe, die man auf den Kanaren kaum noch an einem Strand findet.
Wandern auf dem historischen Salzpfad
Der Weg zum Strand ist ein Highlight für sich. Der Camino del Risco ist einer der ältesten dokumentierten Pfade der Insel. Früher nutzten ihn die Bewohner, um Salz aus den ältesten Salinen der Kanaren (Las Salinas del Río), die direkt neben dem Strand liegen, nach oben zu transportieren.
Fotografie der Extraklasse
Die Kontraste zwischen den roten und schwarzen Gesteinsschichten der riesigen Steilwand, dem weißen Sand, den grünen Salinenbecken und dem tiefen Blau des Meeres bieten spektakuläre Motive für Naturfotografen.
Lage & Anreise
Adresse: Camino del Risco, 35541 Haría, Lanzarote
Besuchstipps
Wanderplanung und Proviant
Nimm mindestens 2 bis 3 Liter Wasser pro Person sowie ausreichend Essen mit. Unten angekommen gibt es keinerlei Möglichkeit, Vorräte aufzustocken.
Die Gezeiten beachten
Plane deinen Besuch idealerweise so, dass du bei abfließendem Wasser (Ebbe) unten ankommst. Dann ist der Sandstrand am breitesten und man kann die historischen Salinen nebenan am besten erkunden.
Kein Handynetz im Kessel
Direkt unter der gewaltigen Felswand gibt es so gut wie keinen Mobilfunkempfang. Informiere vorab jemanden in deiner Unterkunft über deine Wanderung und gehe kein unnötiges Risiko ein.
Häufige Fragen
Das Wasser ist meist glasklar, aber da der Strand völlig isoliert ist und es keinerlei Rettungsschwimmer gibt, sollte man extrem vorsichtig sein. Bei starkem Westwind können gefährliche Strömungen entstehen.
Sie sind nicht zwingend erforderlich, aber aufgrund des losen Gerölls und des steilen Gefälles auf dem Camino del Risco sind Wanderstöcke eine große Hilfe für die Gelenke und die Stabilität.
Nein, die Salinas del Río sind ein historisches Kulturdenkmal und stehen unter Naturschutz. Das Betreten der Becken ist untersagt, um die Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stören.
Nein. Es gibt weder Bäume noch Sonnenschirme. Wer empfindliche Haut hat, sollte ein leichtes Strandzelt oder einen Sonnenschirm die Klippen hinabtragen.
Der Aufstieg führt über 600 Höhenmeter steil bergauf und ist konditionell sehr fordernd. Man sollte den Aufstieg auf keinen Fall in der prallen Mittagssonne wagen und regelmäßig Pausen einplanen.