Die Playa de Güigüí ist kein gewöhnliches Ausflugsziel, sondern ein Abenteuer, das man sich verdienen muss. Wer die Reise auf sich nimmt, wird mit einer archaischen Kulisse aus gigantischen, senkrecht abfallenden Steilklippen und einer absoluten, magischen Stille belohnt, die an das ursprüngliche Kanaren-Gefühl von vor Jahrhunderten erinnert.
Das vergessene Tal im Westen
Der Strand teilt sich in die Playa de Güigüí Grande (wo das Tal mündet) und die noch spektakulärere Playa de Güigüí Chico. Beide Abschnitte sind nur bei ablaufendem Wasser (Ebbe) über einen schmalen Felsdurchgang miteinander verbunden. Bei Flut steht das Wasser bis an die Klippen.
Es gibt vor Ort absolut keine Infrastruktur. Kein Handysignal, keine Kioske und keine Süßwasserquellen am Strand. Alles, was du für den Tag benötigst (insbesondere reichlich Trinkwasser), musst du auf dem eigenen Rücken hinein- und auch wieder heraustragen.
Lebenswichtig: Keine Unterschätzung der Wanderung
Der Landweg über das Bergdorf Tasartico führt über zwei massive Bergkämme. Es müssen ca. 800 schweißtreibende Höhenmeter in praller Sonne ohne Schatten bewältigt werden. Die Wanderung dauert pro Strecke gut 2,5 bis 3 Stunden und erfordert absolute Trittsicherheit und Kondition.
Lage & Anreise
Adresse: Barranco de Güigüí, 35470 San Nicolás de Tolentino, Gran Canaria
Besuchstipps
Früh morgens starten
Die Wanderung nach Güigüí ist anspruchsvoll und erfolgt nahezu komplett ohne Schatten. Wer früh am Morgen aufbricht, vermeidet die größte Hitze und hat ausreichend Zeit für den Rückweg.
Genug Wasser mitnehmen
Am Strand gibt es keinerlei Infrastruktur. Trinkwasser, Verpflegung und Sonnenschutz müssen vollständig selbst mitgebracht werden. Vor Ort gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten.
Gezeiten beachten
Vor allem beim Wechsel zwischen den Strandabschnitten und bei längeren Aufenthalten sollten die aktuellen Gezeiten geprüft werden. Hohe Wellen können einzelne Bereiche zeitweise unzugänglich machen.
Nur für trittsichere Wanderer geeignet
Der Zugang über den Bergpfad ist teilweise steil und verlangt eine gute Grundkondition. Festes Schuhwerk ist deutlich wichtiger als typische Strandschuhe.
Häufige Fragen
Je nach Kondition benötigt man für den Hinweg meist zwischen 90 Minuten und 2,5 Stunden. Für Hin- und Rückweg sollte ein halber Tag eingeplant werden.
Nein. Die Playa de Güigüí ist vollkommen naturbelassen. Es gibt weder Gastronomie noch Toiletten oder Einkaufsmöglichkeiten.
Für kleinere Kinder ist die Wanderung meist zu anspruchsvoll. Ältere, wandererfahrene Kinder können die Strecke mit entsprechender Vorbereitung bewältigen.
Teilweise nicht oder nur sehr eingeschränkt. Man sollte nicht darauf vertrauen, vor Ort jederzeit erreichbar zu sein.
Ja. In Puerto de Mogán und anderen Häfen im Südwesten werden gelegentlich Wassertaxis oder Bootsausflüge zur Playa de Güigüí angeboten.